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Lamas
& Co
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Elisabeth Unfried |
WAS
SIND LAMAS EIGENTLICH FÜR TIERE?
Sie besitzen wie Trampeltier und Dromedar gemeinsame Vorfahren.
Vor
allem in Südamerika beheimatet, werden sie dort hauptsächlich
als Wolllieferanten und als Lastenträger genutzt. Aufgrund ihrer
vielseitigen
Verwendbarkeit erfreuen sie sich jedoch seit einiger Zeit auch bei uns von
großer Beliebtheit. Die heute noch wildlebenden Formen nennt man Guanako und
Vikunja.
Neuweltkameliden sind Paarhufer und zählen innerhalb dieser Ordnung zu
den
Schwielensohlern. Bei Lamas und Alpakas gibt es ca. 25 Farbschläge von
einfärbig bis gefleckt und sie erreichen eine Lebensdauer von 18 bis 20
Jahren. Da sie seit ca. 7000 Jahren domestiziert sind, zählen sie so zu den
ältesten Nutztieren der Menschen.
WAS
SIND TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN?
Tiergestützte
Aktivitäten (T.A.) oder tiergestützte Therapie sind bereits
anerkannte Methoden und werden in vielen Bereichen eingesetzt.
Viele pädagogische und therapeutische Ziele können besser erreicht
werden,
da Tiere einen sehr hohen Motivationsfaktor darstellen. Aktivitäten und
Handlungen ergeben einen Sinn, da sie der Versorgung und dem Nutzen des
Tieres dienen.
Wahrnehmung, Motorik und sozial-emotionales Erleben wird angeregt und
gefördert ohne ein starres Therapieziel (welches oft unweigerlich zur
Frustration führt) im Auge zu haben. Hier ist vielleicht auch anzumerken,
dass
Tiere immer wertfrei begegnen. Sie sehen keine Behinderung, psychische
Erkrankung oder Verhaltensauffälligkeit, sie sehen „nur“ den Menschen.
Das
Tier fungiert somit als Co-Pädagoge bzw. Co-Therapeut.
WAS KÖNNEN
TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN BEWIRKEN?
AN
WEN RICHTEN SICH TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN?
An
erster Stelle ist hier vielleicht anzumerken, dass ich versuche nicht
sofort
z.B.: eine Behinderung oder Verhaltensstörung zu sehen, sondern den
Menschen dort abzuholen, wo er ist. Vordergründig sollen die Aktivitäten
allen
beteiligten Spaß machen, damit möglichst viele positive Erlebnisse in den
Alltag
mitgenommen und übertragen werden. Aber abgesehen davon, dass Aktionen
mit unseren Lamas bis jetzt wohl noch jedem- ob jung oder alt- Freude
bereitet haben, richten sich tiergestützte Aktivitäten vor allem an
Kinder,
Jugendliche und erwachsene Menschen mit:


WIESO ICH MICH
AUSGERECHNET FÜR LAMAS ENTSCHIEDEN HABE
Grundsätzlich muß ich
sagen, dass ich jeden Tag aufs neue davon begeistert
bin, welche Wirkung Tiere auf Menschen haben können. Lamas wirken auf den
Menschen grundsätzlich wie jedes Tier: entspannend, beruhigend,
motivierend,
aktivierend, anti-depressiv,...
Natürlich ist Lama nicht gleich Lama. Nur die gutmütigsten Tiere, wie
unser
Hobbit und unsere Halys, können für den Einsatz ausgewählt und trainiert
werden.
Lamas
zeichnet besonders ihr Wesen aus, welches anfangs leicht distanziert
und trotzdem freundlich, aufmerksam und neugierig ist. Dadurch werden
besonders Menschen mit Berührungsängsten die anfänglichen
Annäherungsversuche enorm erleichtert. Sie sind klug und lernen schnell.
Ebenso wichtig ist aber auch ihr Aussehen. Die starke und weiche Bewollung
lädt besonders zum Kuscheln ein. Der andere Aspekt ist ihre Größe. Es
steigert z.B. den Selbstwert eines Kindes enorm, wenn es ein so großes
Tier
wie ein Lama führen kann.

LEJA
UND ICH – EIN THERAPIEHUNDETEAM
Als
ich mir damals im Winter 1999 Leja ins Haus holte wurde zweifelsohne der
Grundstein für eine tiefe Mensch – Tier- Beziehung gelegt. Auch wenn wir
zum
dortigen Zeitpunkt beide noch nicht so genau gewusst haben wohin uns unser
gemeinsamer Weg führen wird. Zumal man sich ja Hundeerziehung immer
einfacher vorstellt als sie es dann auch ist. Auf jeden Fall haben wir es –
trotz
zahlreicher Versuche meinerseits alles hinzuschmeißen, aufzugeben und Leja
einfach Leja sein zu lassen – im Frühjahr 2003 geschafft, die
Therapiehundeprüfung beim Verein Tiere als Therapie zu absolvieren und
das
auch ganz ordentlich. Sie geht mit mir regelmäßig zur Arbeit bei
behinderten
Menschen und ist dort auch nicht mehr wegzudenken. Leja liebt außerdem
Kinder heiß und innig, denn wo Kinder sind, da tut sich was. Obwohl sie groß
und
schwarz ist, merken die Kinder immer schnell, dass sie in ihr einen Beschützer
haben, der immer für Scherze zu haben und
zum Spielen aufgelegt ist.
Vor allem wenn’s was zu apportieren gibt, welche auch die unmöglichsten Dinge
sein können.
Ich hoffe, wir zwei werden
noch viele tolle Jahre haben und man muss es endlich
auch mal sagen: Danke Leja du bist einfach spitzte!

Zu
mir: Ich
habe im Juni 1999 an der Lehranstalt für heilpädagogische Berufe der
Caritas der Erzdiözese Wien diplomiert. Seit Nov. 99 arbeite ich im Wohnhaus
der
Lebenshilfe Braunau und bin dort seit kurzem Leiterstellvertreterin. Schon seit
meiner
Diplomprüfung interessiere ich mich für T.A. Ich versuche mich ständig mit
Seminaren
und auch Literatur bzgl. T.A., Outdoorpädagogik, Waldpädagogik, .usw.
weiterzubilden.
Mein Ziel ist es nämlich auch, Kindern einen positiven Umgang und den Wert
der
Natur mit den dazugehörigen Pflanzen und Tieren zu vermitteln.
Was es bei uns speziell für Kinder sonst noch gibt:
Gemeinsam mit dem tiergestützten Aktivitäten
bieten wir am Hof auch
noch Kindergeburtstage oder Kinderfeste zu jedem Anlass an.
Schulklassen sind für Exkursionen und als Wandertagsziel ebenso
gerne gesehen.