Lamas & Co  

Tiergestützte Aktivitäten
am Sonnenblumenhof  

Elisabeth Unfried
Dipl. Behindertenpädagogin
Stötting 1
A-4961 Mühlheim am Inn
Tel.: +43 7723/ 41207
Mobil: +43 650/ 77 061 92

WAS SIND LAMAS EIGENTLICH FÜR TIERE?
Lamas zählen, gemeinsam mit den etwas kleineren Alpakas, zu den Neuweltkameliden. 
Sie besitzen wie Trampeltier und Dromedar gemeinsame Vorfahren. 
Vor allem in Südamerika beheimatet, werden sie dort hauptsächlich 
als Wolllieferanten und als Lastenträger genutzt. Aufgrund ihrer vielseitigen 
Verwendbarkeit erfreuen sie sich jedoch seit einiger Zeit auch bei uns von 
großer Beliebtheit. Die heute noch wildlebenden Formen nennt man Guanako und Vikunja. 
Neuweltkameliden sind Paarhufer und zählen innerhalb dieser Ordnung zu den 
Schwielensohlern. Bei Lamas und Alpakas gibt es ca. 25 Farbschläge von 
einfärbig bis gefleckt und sie erreichen eine Lebensdauer von 18 bis 20 
Jahren. Da sie seit ca. 7000 Jahren domestiziert sind, zählen sie so zu den
ältesten Nutztieren der Menschen.

WAS SIND TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN?

Tiergestützte Aktivitäten (T.A.) oder tiergestützte Therapie sind bereits 
anerkannte Methoden und werden in vielen Bereichen eingesetzt. 
Viele pädagogische und therapeutische Ziele können besser erreicht werden, 
da Tiere einen sehr hohen Motivationsfaktor darstellen. Aktivitäten und 
Handlungen ergeben einen Sinn, da sie der Versorgung und dem Nutzen des 
Tieres dienen. 
Wahrnehmung, Motorik und sozial-emotionales Erleben wird angeregt und 
gefördert ohne ein starres Therapieziel (welches oft unweigerlich zur 
Frustration führt) im Auge zu haben. Hier ist vielleicht auch anzumerken, dass 
Tiere immer wertfrei begegnen. Sie sehen keine Behinderung, psychische 
Erkrankung oder Verhaltensauffälligkeit, sie sehen „nur“ den Menschen. Das 
Tier fungiert somit als Co-Pädagoge bzw. Co-Therapeut.

WAS KÖNNEN TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN BEWIRKEN?

AN WEN RICHTEN SICH TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN?

An erster Stelle ist hier vielleicht anzumerken, dass ich versuche nicht sofort 
z.B.: eine Behinderung oder Verhaltensstörung zu sehen, sondern den 
Menschen dort abzuholen, wo er ist. Vordergründig sollen die Aktivitäten allen 
beteiligten Spaß machen, damit möglichst viele positive Erlebnisse in den Alltag 
mitgenommen und übertragen werden. Aber abgesehen davon, dass Aktionen 
mit unseren Lamas bis jetzt wohl noch jedem- ob jung oder alt- Freude 
bereitet haben, richten sich tiergestützte Aktivitäten vor allem an Kinder, 
Jugendliche und erwachsene Menschen mit:

 

WIESO ICH MICH AUSGERECHNET FÜR LAMAS ENTSCHIEDEN HABE

Grundsätzlich muß ich sagen, dass ich jeden Tag aufs neue davon begeistert 
bin, welche Wirkung Tiere auf Menschen haben können. Lamas wirken auf den 
Menschen grundsätzlich wie jedes Tier: entspannend, beruhigend, motivierend, 
aktivierend, anti-depressiv,...
Natürlich ist Lama nicht gleich Lama. Nur die gutmütigsten Tiere, wie unser 
Hobbit und unsere Halys, können für den Einsatz ausgewählt und trainiert werden.

Lamas zeichnet besonders ihr Wesen aus, welches anfangs leicht distanziert 
und trotzdem freundlich, aufmerksam und neugierig ist. Dadurch werden 
besonders Menschen mit Berührungsängsten die anfänglichen 
Annäherungsversuche enorm erleichtert. Sie sind klug und lernen schnell.
Ebenso wichtig ist aber auch ihr Aussehen. Die starke und weiche Bewollung 
lädt besonders zum Kuscheln ein. Der andere Aspekt ist ihre Größe. Es 
steigert z.B. den Selbstwert eines Kindes enorm, wenn es ein so großes Tier 
wie ein Lama führen kann.

 

LEJA UND ICH – EIN THERAPIEHUNDETEAM

Als ich mir damals im Winter 1999 Leja ins Haus holte wurde zweifelsohne der 
Grundstein für eine tiefe Mensch – Tier- Beziehung gelegt. Auch wenn wir zum 
dortigen Zeitpunkt beide noch nicht so genau gewusst haben wohin uns unser 
gemeinsamer Weg führen wird. Zumal man sich ja Hundeerziehung immer 
einfacher vorstellt als sie es dann auch ist. Auf jeden Fall haben wir es – trotz 
zahlreicher Versuche meinerseits alles hinzuschmeißen, aufzugeben und Leja 
einfach Leja sein zu lassen – im Frühjahr 2003 geschafft, die 
Therapiehundeprüfung beim Verein Tiere als Therapie zu absolvieren und das 
auch ganz ordentlich. Sie geht mit mir regelmäßig zur Arbeit bei behinderten 
Menschen und ist dort auch nicht mehr wegzudenken. Leja liebt außerdem 
Kinder heiß und innig, denn wo Kinder sind, da tut sich was. Obwohl sie groß und 
schwarz ist, merken die Kinder immer schnell, dass sie in ihr einen Beschützer 
haben, der immer für Scherze zu haben  und zum Spielen aufgelegt ist. 
Vor allem wenn’s was zu apportieren gibt, welche auch die unmöglichsten Dinge sein können.

Ich hoffe, wir zwei werden noch viele tolle Jahre haben und man muss es endlich 
auch mal sagen: Danke Leja du bist einfach spitzte!

Zu mir: Ich habe im Juni 1999 an der Lehranstalt für heilpädagogische Berufe der 
Caritas der Erzdiözese Wien diplomiert. Seit Nov. 99 arbeite ich im Wohnhaus der 
Lebenshilfe Braunau und bin dort seit kurzem Leiterstellvertreterin. Schon seit meiner 
Diplomprüfung interessiere ich mich für T.A. Ich versuche mich ständig mit Seminaren 
und auch Literatur bzgl. T.A., Outdoorpädagogik, Waldpädagogik, .usw. weiterzubilden. 
Mein Ziel ist es nämlich auch, Kindern einen positiven Umgang und den Wert der 
Natur mit den dazugehörigen Pflanzen und Tieren zu vermitteln.

Was es bei uns speziell für Kinder sonst noch gibt:

Gemeinsam mit dem tiergestützten Aktivitäten bieten wir am Hof auch 
noch Kindergeburtstage oder Kinderfeste zu jedem Anlass an. 
Schulklassen sind für Exkursionen und als Wandertagsziel ebenso gerne gesehen.